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Demenztherapie: Nicht-medikamentöse Ansätze erhalten Selbstständigkeit

Die Therapie von Demenz wird häufig auf die Verordnung von Medikamenten reduziert. Dabei können nicht-medikamentöse Maßnahmen wie regelmäßige Bewegung, gezielte kognitive Aktivierung, Ergotherapie oder Musiktherapie einen wesentlichen Beitrag leisten. Sie stabilisieren kognitive Fähigkeiten, fördern Alltagskompetenzen und lindern Begleitsymptome wie Unruhe, Apathie oder depressive Verstimmungen – oft mit nachhaltiger Wirkung auf die Lebensqualität von Betroffenen und ihren Angehörigen. „Nicht-medikamentöse Therapien setzen an den vorhandenen Ressourcen und Fähigkeiten der Menschen an“, betont Dr. Anne Pfitzer-Bilsing, Leiterin Wissenschaft bei der Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI). „Richtig angeleitet und regelmäßig durchgeführt, helfen sie, Selbstständigkeit länger zu erhalten und das Wohlbefinden zu verbessern.“ Die AFI informiert Betroffene und Angehörige darüber, welche Ansätze wissenschaftlich untersucht sind und worauf bei der Auswahl geachtet werden sollte. Bewegung als eine der besten evidenzbasierten MaßnahmenKörperliche Aktivität zählt zu den am besten belegten nicht-medikamentösen Interventionen. Dazu gehören zügiges Gehen, Radfahren, Gymnastik,… 

Uremische Toxine: Darmbasiertes Gift, das bei chronischer Nierenerkrankung Entzündungen und Herz-Kreislauf-Risiken verstärkt

Uremische Toxine, insbesondere die sogenannten gut-derived uremic toxins (GDUTs), spielen eine zentrale Rolle bei der Progression der chronischen Nierenerkrankung (CKD) und ihren Komplikationen. Diese Substanzen entstehen durch den Stoffwechsel von Darmbakterien und reichern sich bei nachlassender Nierenfunktion im Körper an. Sie fördern systemische Entzündungen, Arterienversteifung, Gefäßschäden und erhöhen das kardiovaskuläre Risiko – selbst wenn die Nierenfunktion (gemessen an Kreatinin oder eGFR) noch stabil bleibt. Das neue Probiotikum Lactobacillus rhamnosus L34 der Chulalongkorn University zielt genau auf diese Toxine ab und konnte in Studien deren Spiegel senken. Uremische Toxine sind eine heterogene Gruppe von Stoffen, die bei eingeschränkter Nierenfunktion nicht ausreichend ausgeschieden werden. Besonders problematisch sind die protein-bound uremic toxins (PBUTs), die an Eiweiße im Blut gebunden sind und daher nur schwer durch herkömmliche Dialyse entfernt werden können. Die wichtigsten darmbasierten Vertreter sind: Bei CKD kommt es zu einer Dysbiose des… 

Fraunhofer IAIS: Dreistufiges Modell für erfolgreiche KI-Strategie im Krankenhaus

Das neue Whitepaper des Fraunhofer-Instituts für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS beschreibt detailliert, wie Krankenhäuser Künstliche Intelligenz (KI) strategisch und nachhaltig implementieren können. Im Zentrum steht ein dreistufiges Vorgehensmodell, das den Weg von der ersten Bestandsaufnahme bis zum dauerhaften Betrieb systematisch aufzeigt. Es soll Krankenhäuser dabei unterstützen, KI nicht nur in Pilotprojekten zu testen, sondern sie so einzusetzen, dass sie das medizinische und pflegerische Personal nachhaltig entlastet, die Versorgungsqualität steigert und regulatorische Anforderungen wie den EU AI Act, die DSGVO und die Medizinprodukteverordnung (MDR) erfüllt. Das Modell gliedert sich in drei aufeinander aufbauende Phasen: 1. Analyse und Aufbau (KI-Readiness)In dieser ersten Phase bewerten Krankenhäuser ihre Ausgangssituation umfassend. Dazu gehören die Prüfung der Datenqualität und -verfügbarkeit, die Analyse der bestehenden IT-Architektur, die Bewertung organisatorischer Strukturen sowie die Einschätzung vorhandener Kompetenzen bei Mitarbeitenden. Ziel ist es, Schwachstellen zu identifizieren und die notwendigen… 

Fall Timmy: Strafantrag gegen Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Backhaus

Die Bestseller-Autoren Marita Vollborn und Vlad Georgescu haben heute Strafanzeige und Strafantrag gegen Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) sowie weitere verantwortliche Amtsträger und Behördenmitarbeiter gestellt. Sie werfen ihnen Tierquälerei durch Unterlassen gemäß § 17 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. b) TierSchG vor. Die Anzeige wurde bei der Staatsanwaltschaft Rostock und der Polizeiinspektion Wismar eingereicht. Die Anzeigenden begründen den Vorwurf damit, dass der etwa 12–15 Meter lange Buckelwal „Timmy“ seit Anfang April 2026 weitgehend bewegungslos in flachem Wasser der Wismarer Bucht (Kirchsee südlich der Insel Poel) lag, nur noch unregelmäßig atmete und erkennbare schwere Leiden erlitt. In der Pressekonferenz am 7. April 2026 hatten Minister Backhaus sowie Experten des Deutschen Meeresmuseums Stralsund und des ITAW erklärt, dass weitere Rettungsversuche – einschließlich eines geplanten dänischen Spezial-Katamarans – eingestellt seien. Eine humane Euthanasie wurde ausdrücklich ausgeschlossen. Das Tier solle „in Ruhe sterben“ und… 

Erste Konferenz zu molekularen Technologien in der Labormedizin im Jemen eröffnet

In Sana’a hat die erste wissenschaftliche Konferenz der Fakultät für Labormedizin der 21. September Universität für Medizin und Angewandte Wissenschaften begonnen. Die zweitägige Veranstaltung steht unter dem Motto „Moderne molekulare Technologien in der Labormedizin“. Die Konferenz umfasst rund 40 wissenschaftliche Vorträge und Beiträge. Etwa 800 Forscher und Spezialisten aus verschiedenen jemenitischen Gouvernements nehmen teil, darunter auch Beiträge aus anderen arabischen und ausländischen Ländern. Der Präsident der Universität und Vorsitzende der Konferenz, Dr. Mujahid Ma’sar, erklärte, es handele sich um die erste Konferenz dieser Art im Jemen zum Thema molekulare Technologien in der Labormedizin. Sie spiegele das wachsende Interesse an diesem Fachgebiet wider. Die präsentierten Arbeiten behandeln aktuelle Entwicklungen in der Molekulartechnologie für Forschung und Diagnostik. Schwerpunkte liegen unter anderem auf molekularer Krebsforschung, genetischen Erkrankungen, Blutkrankheiten, Mikrobiologie und Parasitologie. Weitere Themen sind Technologien zur Diagnose genetischer Erkrankungen während der Schwangerschaft, der… 

Trump droht Iran mit Untergang einer „ganzen Zivilisation“ – Kritiker sehen Anzeichen kognitiver Dysfunktion

US-Präsident Donald Trump hat seine Rhetorik im Konflikt mit dem Iran dramatisch zugespitzt und gewarnt, eine „ganze Zivilisation“ werde in der Nacht untergehen, falls Teheran nicht einlenke und die Straße von Hormus öffne. Die apokalyptischen und widersprüchlichen Äußerungen vom Dienstag lösen in den USA neue Debatten über eine mögliche kognitive Dysfunktion des 79-jährigen Präsidenten aus. In einem Truth-Social-Post schrieb Trump: „A whole civilization will die tonight, never to be brought back again. I don’t want that to happen, but it probably will.“ Er deutete zugleich an, dass nach einem möglichen Regimewechsel „different, smarter, and less radicalized minds prevail“ könnten und nannte den Moment „one of the most important moments in the long and complex history of the world“. Parallel drohte er mit der Zerstörung aller iranischen Brücken und Kraftwerke bis Mitternacht: „They’re going to have no bridges, they’re going to… 

Bestseller-Autoren Marita Vollborn und Vlad Georgescu kündigen Strafanzeige gegen Umweltminister Backhaus wegen Timmy an

Wismar, 7. April 2026 – Die Bestseller-Autoren und Wissenschaftsjournalisten Marita Vollborn und Vlad Georgescu haben heute Strafanzeige und Strafantrag gegen Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) angekündigt. Sie werfen ihm Tierquälerei gemäß § 17 Tierschutzgesetz vor. Grund ist Backhaus’ heutige Entscheidung: Trotz Timmys extremem Leiden – der Buckelwal liegt regungslos in flachem Wasser, atmet nur noch sporadisch und zeigt klare Anzeichen schwerster Qual – werden weitere Rettungsversuche (einschließlich Katamaran) endgültig abgebrochen. Eine humane Euthanasie wird abgelehnt. Stattdessen soll Timmy „in Ruhe sterben“, während nur gelegentlich Wasser auf seinen Rücken gespritzt wird. In ihrer Erklärung heißt es: „Timmy quält sich seit Tagen unentwegt. Das Tierschutzgesetz verbietet eindeutig, einem Wirbeltier ohne vernünftigen Grund länger anhaltende erhebliche Schmerzen oder Leiden zuzufügen – strafbar mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe. Statt das Leiden sofort zu beenden, duldet Minister Backhaus das tagelange qualvolle Verreckenlassen. Das ist… 

Iran-Krieg belastet globale Fertilitätsmärkte

Der seit dem 28. Februar 2026 andauernde Iran-Krieg wirkt sich auf die globalen Fertilitätsmärkte aus, vor allem über indirekte Effekte auf pharmazeutische Lieferketten, Luft- und Seefracht sowie Energie- und Rohstoffpreise. Der globale Fertilitätsmarkt, der 2025 auf rund 39,27 Milliarden US-Dollar geschätzt wurde und bis 2035 auf etwa 92,60 Milliarden US-Dollar wachsen sollte bei einer jährlichen Wachstumsrate von 8,96 Prozent, sieht sich mit Verzögerungen bei temperaturgeführten Produkten, steigenden Logistikkosten und potenziellen Engpässen bei Hormonpräparaten konfrontiert. Der IVF-Sektor allein, ein zentraler Bestandteil, wurde 2025 mit Werten zwischen 21,74 Milliarden und 28,31 Milliarden US-Dollar beziffert und sollte bis 2035 auf 44,68 bis 49,12 Milliarden US-Dollar anwachsen bei CAGR-Raten von 7,13 bis 7,47 Prozent. Der Markt für Fertilitätsbehandlungen umfasst IVF, Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI), Hormontherapien und damit verbundene Dienstleistungen. Vor dem Krieg trieb die steigende Infertilitätsprävalenz – weltweit betrifft Unfruchtbarkeit etwa jeden sechsten Erwachsenen im… 

Iran-Krieg treibt Kosten für Reproduktionsmedizin in den USA in die Höhe

Der seit dem 28. Februar 2026 andauernde Iran-Krieg belastet die Reproduktionsmedizin in den USA durch indirekte Effekte auf globale Lieferketten, steigende Energie- und Rohstoffpreise sowie logistische Engpässe. Obwohl keine unmittelbaren Engpässe bei Kernmedikamenten für In-vitro-Fertilisation (IVF) oder andere fertility treatments gemeldet wurden, führen die Schließung der Straße von Hormuz, der Einbruch der Luftfrachtkapazitäten im Golf um bis zu 79 Prozent und höhere Petrochemie-Kosten zu spürbaren Preisanstiegen und operativen Herausforderungen. Die US-Reproduktionsmedizin, die jährlich Hunderttausende Behandlungen umfasst, spürt diese Belastungen besonders bei temperaturgeführten Biologika, Hormonpräparaten und Laborausrüstung. Vor dem Krieg war der US-Markt für Reproduktionsmedizin einer der größten weltweit. Schätzungen gehen von rund 300.000 bis 400.000 IVF-Zyklen pro Jahr aus, mit einem Marktwert von mehreren Milliarden US-Dollar. Die American Society for Reproductive Medicine (ASRM) berichtete vor 2026 von steigender Nachfrage, getrieben durch spätere Elternschaft, medizinische Indikationen und verbesserte Zugangsmöglichkeiten. Präsident Trump… 

Helium-Knappheit durch Iran-Krieg belastet globale Life-Sciences-Forschung und Medizintechnik

Die Eskalation im Iran-Krieg seit dem 28. Februar 2026 hat die globale Heliumversorgung massiv gestört. Iranische Angriffe auf das Ras-Laffan-Industriekomplex in Katar, den weltgrößten LNG-Standort, haben die Produktion von Helium, einem Nebenprodukt der Erdgasverarbeitung, weitgehend zum Erliegen gebracht. Katar lieferte vor dem Konflikt etwa ein Drittel der weltweiten Heliummenge – nach Schätzungen des U.S. Geological Survey rund 63 Millionen Kubikmeter im Jahr 2025 bei einer globalen Gesamtproduktion von etwa 190 Millionen Kubikmetern. Die Angriffe führten zu einem sofortigen Produktionsstopp und einer Kraft-majeure-Erklärung von QatarEnergy. Reparaturen an beschädigten Anlagen könnten drei bis fünf Jahre dauern, wobei ein Teil der Exportkapazität dauerhaft um bis zu 14 Prozent reduziert sein könnte. Die Blockade der Straße von Hormuz erschwert zusätzlich den Export verbliebener Lagerbestände. Helium ist für zahlreiche Anwendungen in den Life Sciences unverzichtbar. Es dient als Kryogenikum zur Kühlung supraleitender Magnete in Magnetresonanztomographen…