Epigenetische Medikamente könnten Blutgefäße bei Adipositas und Diabetes schützen
Zürich (LabNews Media LLC) – Epigenetische Wirkstoffe könnten künftig dazu beitragen, Blutgefäßschäden bei Menschen mit Übergewicht und Typ-2-Diabetes zu verhindern. Das zeigt eine Studie von Forschenden der Universität Zürich (UZH) und des Universitätsspitals Zürich unter Leitung von Kardiologen Francesco Paneni. Im Fokus steht das perivaskuläre Fettgewebe, das Blutgefäße umgibt und durch chemische Signale deren Entspannung und die Entzündungsreaktion der Gefäßinnenwand reguliert. Bei Adipositas und Stoffwechselerkrankungen wird dieses Fettgewebe entzündet, lagert vermehrt Lipide ein und setzt Substanzen frei, die die Gefäße versteifen und weniger reaktionsfähig machen. Dies trägt zur Entstehung früher Gefäßerkrankungen bei und erhöht das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle. Die Forscher setzten sogenannte BET-Protein-Inhibitoren ein, die epigenetische Regulatoren beeinflussen und dadurch die Genaktivität im perivaskulären Fettgewebe umprogrammieren. In Versuchen an Mäusen und menschlichem Gewebe führte die Behandlung zu einer deutlichen Reduktion entzündlicher Prozesse. Die Gefäße entspannten sich besser, und…




