Astrozyten entscheidend für späte Reifung der motorischen Koordination
Astrozyten, die sternförmigen Stützzellen des Gehirns, spielen eine bislang unterschätzte Rolle bei der Entwicklung flexibler und präziser motorischer Koordination in der späten Adoleszenz. Ein internationales Forschungsteam unter Leitung von Direktor C. Justin Lee und Senior Research Fellow Hong Sungho vom Center for Memory and Glioscience des Institute for Basic Science (IBS) in Südkorea sowie Professor Erik De Schutter vom Okinawa Institute of Science and Technology (OIST) hat diesen Mechanismus im Kleinhirn entschlüsselt. Die Studie erschien am 18. Februar 2026 in Experimental & Molecular Medicine. Motorische Koordination ermöglicht es Tieren und Menschen, Bewegungen verschiedener Körperteile flexibel zu kombinieren – insbesondere in komplexen oder veränderlichen Umgebungen. Obwohl die strukturelle Reifung der beteiligten neuronalen Schaltkreise im Kleinhirn bereits früh im Leben weitgehend abgeschlossen ist, verbessert sich die Koordinationsfähigkeit bis ins Erwachsenenalter. Die Forschenden gingen der Frage nach, warum diese Diskrepanz besteht. Im Zentrum…

