London (LabNews Media LLC) – Lachen ist weit mehr als ein oberflächliches Vergnügen – es wirkt als biologischer Prozess, der das kindliche Gehirn nachhaltig stärkt, Stress abbaut und die Offenheit für Lernen erhöht. Zu diesem Ergebnis kommt die britische Forscherin Dr. Jacqueline Harding von der Middlesex University in ihrem neuen Buch „The Brain That Loves to Laugh“.
Harding zeigt auf Grundlage neurobiologischer und psychologischer Studien, dass Lachen neuronale Verbindungen aufbaut, das limbische System positiv beeinflusst und die Ausschüttung von Glückshormonen wie Dopamin, Serotonin und Endorphinen fördert. Gleichzeitig sinken die Stresshormone Cortisol und Adrenalin. Besonders in der frühen Kindheit trägt regelmäßiges Lachen zur besseren emotionalen Regulation und zur Stärkung der Eltern-Kind-Bindung durch Oxytocin bei.
Die Wissenschaftlerin betont, dass Humor kognitiv anspruchsvoll ist und das Arbeitsgedächtnis sowie den präfrontalen Kortex trainiert. Dadurch werde die Resilienz gegenüber Lebensbelastungen erhöht und die neuronale Plastizität gefördert. Selbst bei Kindern mit traumatischen Vorerfahrungen könne behutsames Einführen von Freude und Humor helfen, das Nervensystem zu beruhigen und die Lernbereitschaft wiederherzustellen.
Harding plädiert dafür, Humor und spielerische, stressfreie Umgebungen in der frühen Bildung deutlich stärker zu priorisieren als starre Lehrpläne. Sichere Beziehungen und gemeinsames Lachen seien die Grundlage dafür, dass Kinder komplexe Informationen besser aufnehmen und verarbeiten können.
Die Publikation liefert einen umfassenden Überblick darüber, wie gezieltes Lachen in der Erziehung und Frühpädagogik eingesetzt werden kann, um die mentale Gesundheit und die kognitive Entwicklung von Kindern langfristig zu unterstützen.


