Neue Ansätze für weniger suchterzeugende Opioide
Durham – Eine kleine Gruppe acetylcholinfreisetzender Nervenzellen im Nucleus accumbens spielt eine zentrale Rolle beim erlernten Belohnungseffekt von Opioiden – einem Prozess, der die Grundlage für Sucht legen kann. Wird die Morphin-Wirkung in diesen Zellen gezielt blockiert, unterbleibt die drogenbezogene Assoziation, während die schmerzstillende Wirkung und der Dopamin-Anstieg erhalten bleiben. Das zeigt eine Studie der Duke University School of Medicine an Mäusen, die in Nature veröffentlicht wurde (DOI: 10.1038/s41586-026-10887-9). Opioide lindern Schmerzen, indem sie Rezeptoren im Rückenmark und peripheren Nervensystem besetzen und zugleich die Dopamin-Freisetzung im Gehirn verändern. Der Dopamin-Anstieg im Nucleus accumbens gilt als wichtiger Treiber, doch allein reicht er nicht aus. Für das Belohnungslernen ist zusätzlich ein Abfall von Acetylcholin erforderlich, der von diesem cholinergen Hub gesteuert wird. Die Forschenden nutzten das molekulare Targeting-Werkzeug DART, um eine Version des Opioid-Antagonisten Naloxon zu erzeugen, die nur auf die cholinergen…



