Viren können Parkinson auslösen
Forscher der Texas A&M University haben erstmals in einem Tiermodell nachgewiesen, dass eine einfache Virusinfektion die für Parkinson typischen Hirnschäden und Bewegungsstörungen auslösen kann. Das Modell nutzt das Theiler’s murine encephalomyelitis virus (TMEV) und bestätigt damit eine lang gehegte Hypothese. Die Studie wurde in Brain, Behavior, and Immunity-Health veröffentlicht. Hintergrund Parkinson ist nach Alzheimer die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung weltweit. Sie geht mit dem Verlust dopaminproduzierender Nervenzellen im Gehirn einher und führt zu Bewegungsstörungen, Tremor und weiteren Symptomen. Neben genetischen und toxischen Faktoren wird seit Langem vermutet, dass Virusinfektionen, die eine Entzündung im Gehirn auslösen, die Erkrankung triggern können. Bisherige Tiermodelle beruhten jedoch meist auf genetischen Veränderungen oder toxischen Substanzen. Methode des neuen Modells Die Forscher infizierten Mäuse mit dem natürlich vorkommenden TMEV-Virus. Bereits eine Woche nach der Infektion konnte das Virus in dopaminproduzierenden Zellen nachgewiesen werden. Nach einem Monat waren…

