Elektrische Ladung steuert die Freisetzung therapeutischer Peptide
Houston – Forschende der Rice University haben eine Strategie entwickelt, mit der sich die Freisetzung therapeutischer Peptide aus gelatinebasierten Materialien über die elektrische Ladung steuern lässt. Dadurch kann die Abgabe auf bis zu zwei bis drei Wochen verlängert werden. Die Ergebnisse erschienen in der Fachzeitschrift Cell Biomaterials (DOI: 10.1016/j.celbio.2026.100553). Peptide sind klein, stabil und vergleichsweise einfach herzustellen. Sie eignen sich für Prozesse wie Knochenbildung und Geweberegeneration. In wasserreichen Trägern wie Hydrogelen diffundieren sie jedoch rasch ab. Eine kontrollierte Abgabe über Tage oder Wochen war bislang schwierig. Das Team um Antonios Mikos und Erstautorin Emily Jiang modifizierte das knochenfördernde Modellpeptid OGP mit geladenen Aminosäuresequenzen – positiv, negativ oder elektrisch ausgeglichen. Die Peptide wurden in Gelatine-Mikropartikel geladen. Durch die Anpassung der Ladungen verstärkte sich die elektrostatische Wechselwirkung mit dem Träger. Eine positiv geladene Variante reduzierte die anfängliche Burst-Freisetzung und setzte das Peptid…
