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RTI entwickelt neuen Qualitätsindikator für Opioid-Therapieprogramme

Forschende des RTI International haben einen neuen Qualitätsindikator entwickelt, der erfasst, wie häufig Menschen nach Beginn einer Behandlung in einem Opioid-Therapieprogramm innerhalb von 90 Tagen wegen substanzbezogener Probleme in die Notaufnahme kommen oder stationär aufgenommen werden. Wie das Institut mitteilte, wurde die Studie in der Fachzeitschrift „Addiction“ veröffentlicht.

Hintergrund ist, dass Bundes- und Landesbehörden in den USA nach besseren Wegen suchen, die Qualität der Versorgung von Menschen mit Opioidkonsumstörung zu messen und zu verbessern. Opioid-Therapieprogramme spielen eine zentrale Rolle bei der Bewältigung der Opioid-Epidemie, indem sie Medikamente wie Methadon und Buprenorphin bereitstellen. „Qualitätsverbesserung beginnt mit Messung“, sagte Tami L. Mark, Distinguished Fellow für psychiatrische Versorgungsfinanzierung und Qualitätsmessung bei RTI. Therapieprogramme wüssten oft nicht, wenn ihre Patientinnen und Patienten nach Behandlungsbeginn ins Krankenhaus kämen oder die Notaufnahme aufsuchten. Der neue Indikator ermögliche es, solche Ereignisse zu identifizieren und Ergebnisse zwischen Programmen zu vergleichen.

Das Team analysierte Medicaid-Abrechnungsdaten von 1.226 Opioid-Therapieprogrammen im Messjahr 2024. Untersucht wurden 412.411 Behandlungsverläufe von fast 258.000 Medicaid-Versicherten. In einem typischen Programm lag die Rate substanzbezogener Notaufnahmen oder Krankenhausaufenthalte innerhalb von 90 Tagen nach Behandlungsbeginn bei 5 Prozent; die mittleren 50 Prozent der Programme lagen zwischen 2,8 und 8,0 Prozent. Von mehr als 103.300 akuten Versorgungsereignissen entfielen 80,2 Prozent auf Notaufnahmen und 19,8 Prozent auf stationäre Aufnahmen. Opioidbedingte Störungen waren mit 47,4 Prozent die häufigste Hauptdiagnose.

„Während viele bestehende Indikatoren darauf achten, ob Patienten eine Behandlung beginnen oder in der Versorgung bleiben, untersucht dieser neue Indikator, ob Patienten nach Behandlungsbeginn schwerwiegende substanzbezogene akute Versorgungsereignisse erleben“, sagte Barrett Montgomery, Drogen-Epidemiologe bei RTI. Er hoffe, dass der Indikator bestehende Qualitätskennzahlen ergänze und Politik, Kostenträgern und Leistungserbringern helfe, Möglichkeiten zur Verbesserung der Versorgung zu erkennen. Der Indikator basiert auf Medicaid-Abrechnungsdaten und erfasst Notaufnahmen und Krankenhausaufenthalte im Zusammenhang mit Substanzkonsumstörungen oder Drogenvergiftungen in den ersten drei Monaten nach Behandlungsbeginn. Gefördert wurde die Studie von den National Institutes of Health im Rahmen der NIH HEAL Initiative.

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LabNews Media LLC
The Editors in Chief of labnews.ai are Marita Vollborn and Vlad Georgescu. They are bestselling authors, science writers and science journalists since 1994.More details about their writing on X-Press Journalistenbüro (https://xpress-journalisten.com).More Info on Wikipedia:About Marita: https://de.wikipedia.org/wiki/Marita_Vollborn About Vlad: https://de.wikipedia.org/wiki/Vlad_Georgescu
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