Die Bundesregierung will in Deutschland das erste Fusionskraftwerk der Welt bauen und einen Fusionswirtschaftszweig aufbauen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor. Die Fusionsstrategie sei in der Hightech Agenda Deutschland im Aktionsplan „Fusion“ verankert.
Für die Umsetzung sind in der laufenden Legislaturperiode rund 2,4 Milliarden Euro vorgesehen. Davon entfallen etwa 755 Millionen Euro auf das Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität und rund 810 Millionen Euro auf den Klima- und Transformationsfonds. Die Förderung erfolge technologieoffen in wettbewerblichen Verfahren; eine feste Verteilung der Mittel zwischen Laser- und Magnetfusion sei nicht vorgesehen.
Die drei geplanten Fusionshubs bündeln laut Bundesregierung die relevanten Akteure zu einem gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsprogramm und fördern gezielt den Zusammenschluss aus Fusionsunternehmen und Unternehmen der Lieferkette. Die Gewinnung privater Investoren sei kein Hauptziel der Hubs; dennoch erhoffe sich die Regierung einen positiven Einfluss auf die Investitionsbereitschaft in das deutsche Fusionsökosystem. Für die Umsetzung der Fördermaßnahmen im Bereich Fusionstechnologien sind der Antwort zufolge keine neuen Stellen geplant.
