Kritischer Punkt im supergekühlten Wasser: Revolutionäre Implikationen für die Biologie des Lebens
Die Entdeckung eines kritischen Punkts in supergekühltem Wasser bei minus 63 Grad Celsius und rund 1000 Atmosphären Druck wirft ein völlig neues Licht auf die fundamentale Rolle von Wasser in biologischen Systemen. Forscher der Universität Stockholm sehen darin den Schlüssel zum Verständnis, warum Wasser als einziges überkritisches Lösungsmittel unter Alltagsbedingungen Leben ermöglicht – und warum seine anomalen Eigenschaften für Proteinstrukturen, Zellprozesse und die Entstehung des Lebens entscheidend sind. Der kritische Punkt markiert den Übergang zwischen zwei flüssigen Phasen von Wasser mit unterschiedlicher Molekülbindung. Die daraus resultierenden starken Fluktuationen reichen bis in den normalen Temperatur- und Druckbereich und machen Wasser zu einer Flüssigkeit, die ständig zwischen zwei Zuständen oszilliert. Diese Fluktuationen sind nach Ansicht der Wissenschaftler verantwortlich für die einzigartigen Eigenschaften von Wasser, die es zum idealen Medium für biologische Prozesse machen: hohe Wärmekapazität, außergewöhnliche Lösungsfähigkeit für polare und unpolare Stoffe…






