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AI Policy Notice – LabNews Media LLC

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Seltene Zellformen bei Myelodysplastischem Syndrom können zu Fehldiagnose führen

Bei einem Patienten mit Myelodysplastischem Syndrom (MDS) fanden sich im peripheren Blut CD34-positive Mikromegakaryozyten und Riesenthrombozyten. Diese seltenen Zellformen können fälschlicherweise als Blasten bei akuter Leukämie interpretiert werden und zu unnötiger aggressiver Therapie führen. Eine sorgfältige Integration von Morphologie und Durchflusszytometrie verhinderte in diesem Fall eine Fehldiagnose. Der Fall wurde in der Journal of Clinical and Translational Pathology veröffentlicht. Hintergrund Myelodysplastische Syndrome sind klonale Erkrankungen der Blutbildung, die zu ineffektiver Hämatopoese und Zytopenien führen. In seltenen Fällen treten bei MDS-Patienten CD34-positive Mikromegakaryozyten und abnorm große Thrombozyten im peripheren Blut auf. Diese Zellen können bei der Durchflusszytometrie als erhöhte CD34-positive Zellpopulation erscheinen und eine Verwechslung mit akuter myeloischer Leukämie begünstigen. Fallbeschreibung Ein 57-jähriger Veteran mit bekannter MDS, alkoholischer Leberzirrhose und portaler Hypertension wurde 2020 nach einer Bewusstlosigkeit untersucht. Die Durchflusszytometrie des peripheren Blutes zeigte 8 Prozent CD34-positive Zellen. Weitere morphologische Untersuchungen… 

Auswirkungen des GKV-Spargesetzes (GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz) auf Patienten – Eine evidenzbasierte Übersicht

Das sogenannte GKV-Spargesetz oder genauer das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz (BStabG) ist ein 2026 vorgelegter Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Stabilisierung der Finanzen der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Ziel ist es, den Anstieg der Beitragssätze (insbesondere des Zusatzbeitrags) zu begrenzen und die Finanzierungslücke zu schließen, die durch steigende Ausgaben bei gleichzeitigem Einnahmenwachstum entstanden ist. Der Entwurf (Referentenentwurf April 2026, Kabinettsbeschluss Ende April, erste Lesungen im Bundestag und Bundesrat Mitte Juni 2026) sieht ein Maßnahmenpaket mit Minderausgaben in Milliardenhöhe vor – aufwachsend auf über 20 Milliarden Euro jährlich bis 2030. Etwa drei Viertel der Entlastung sollen bei Leistungserbringern (Ärzte, Krankenhäuser, Pharmaindustrie) ansetzen, der Rest bei Patienten/Versicherten durch moderate Leistungsanpassungen und höhere Zuzahlungen (ca. 3,8 Mrd. Euro 2027 / ca. 19 % des Gesamtvolumens, steigend auf 4,4 Mrd. Euro 2030). Das Gesetz befindet sich im laufenden parlamentarischen Verfahren (Ausschussberatungen, Anhörungen); Änderungen sind möglich. Die folgenden Auswirkungen auf… 

Nebenwirkungen von GLP-1-Rezeptoragonisten: Eine evidenzbasierte Übersicht

GLP-1-Rezeptoragonisten (GLP-1-RAs) wie Semaglutid (z. B. Ozempic, Wegovy, Rybelsus), Liraglutid, Dulaglutid oder der duale GLP-1/GIP-Agonist Tirzepatid (Mounjaro/Zepbound) gehören zu den wirksamsten Medikamenten zur Behandlung von Typ-2-Diabetes und Adipositas. Sie imitieren das Darmhormon GLP-1, verzögern die Magenentleerung, reduzieren den Appetit über zentrale Effekte im Gehirn und verbessern die Insulinsekretion bei gleichzeitiger Hemmung der Glukagon-Freisetzung. Während die therapeutischen Vorteile (starke Blutzuckersenkung, Gewichtsverlust von oft 10–20 % oder mehr, kardiovaskuläre Risikoreduktion) gut belegt sind, treten Nebenwirkungen auf – vor allem gastrointestinale, die meist dosisabhängig, zu Beginn der Therapie oder bei Dosissteigerung auftreten und oft mild bis moderat sowie vorübergehend sind. Schwere Risiken sind seltener, aber bekannt und in den Fachinformationen (z. B. FDA, EMA) mit Warnhinweisen versehen. Die Evidenz stammt aus randomisierten kontrollierten Studien (RCTs), Meta-Analysen, Beobachtungsstudien und Post-Marketing-Überwachung (Stand 2025/2026). Häufige gastrointestinale Nebenwirkungen (Klasseneffekt) Diese machen den Großteil der berichteten Nebenwirkungen aus… 

Symptom-Monitoring per Smartphone bei Chemotherapie

In einer japanischen Beobachtungsstudie erwies sich das wöchentliche elektronische Patienten-Reporting von Nebenwirkungen (ePRO) per eigener Smartphone-App bei ambulanten Chemotherapie-Patienten als praktikabel – auch bei älteren Erwachsenen. Die Response-Raten lagen bei 75–93 Prozent, die gesundheitsbezogene Lebensqualität zeigte keine Verschlechterung. Die Studie wurde in Frontiers in Digital Health veröffentlicht. Hohe Akzeptanz bei älteren Patienten 28 Patienten (Durchschnittsalter 66,7 Jahre, 46 Prozent ?70 Jahre) mit überwiegend fortgeschrittenen Tumorerkrankungen nahmen an der einarmigen prospektiven Studie teil. Sie füllten über 12 Wochen wöchentlich standardisierte Fragebögen (PRO-CTCAE/CTCAE-basiert) über die App „Pocket Musubi“ auf der LINE-Plattform aus. Automatische Alerts wurden bei hohen Belastungswerten ausgelöst. Die wöchentlichen Rücklaufquoten blieben auch in der Gruppe der über 70-Jährigen stabil bei mindestens 75 Prozent. Hintergrund Elektronische Patientenberichte (ePRO) können Nebenwirkungen bei Krebsbehandlungen besser erfassen und die Kommunikation verbessern. Bisherige Studien nutzten meist studieneigene Geräte. Bring-your-own-device (BYOD)-Ansätze mit eigenen Smartphones sind in… 

Neues Blockchain-Framework schützt Patientendaten

Ein Forscherteam der VIT Vellore hat SENTINEL-Chain vorgestellt, ein Blockchain-basiertes System, das elektronische Patientenakten (EHR) mit starker Privatsphäre und hoher Datenqualität veröffentlicht. Das Framework kombiniert sechs datenabhängige Anonymisierungsverfahren mit vier Blockchain-Mechanismen und übertrifft 16 Vergleichsmethoden deutlich bei Datenschutz und Nutzbarkeit. Die Studie wurde in Frontiers in Digital Health veröffentlicht. Hohe Korrelationserhaltung bei starker Privatsphäre SENTINEL-Chain erreicht eine kombinierte Privacy-Utility-Bewertung von 178,1 Prozent (79,9 Prozent Privatsphäre, 98,2 Prozent Nutzen). Korrelationen zwischen zentralen Variablen wie Rechnungshöhe, Aufenthaltsdauer, Alter und Schweregrad bleiben zu 99,1–99,9 Prozent erhalten. Das System zeigte 100-prozentige Resistenz gegen Record-Linkage-Angriffe und Membership-Inference-Attacken unter dem Zufallsniveau. Die Blockchain-Schicht verarbeitete 9.988 Transaktionen in 101 Blöcken mit vollständiger Integritätsprüfung. Hintergrund Elektronische Gesundheitsdaten sind für Forschung und Versorgung unverzichtbar, doch ihre Granularität erhöht das Re-Identifizierungsrisiko. Klassische Verfahren wie k-Anonymität oder Differential Privacy schützen oft auf Kosten klinisch relevanter Korrelationen. Blockchain-Systeme sichern bisher vor allem… 

Italien hinkt bei digitalen Therapien Europa hinterher

Digitale Therapien (DTx) gewinnen in Europa an Bedeutung, doch in Italien fehlt ein klarer regulatorischer und Erstattungsrahmen. Eine narrative Review analysiert den Stand der klinischen Studien und Regulierung in der EU mit Fokus auf Italien. Während Länder wie Deutschland, Frankreich und Belgien bereits strukturierte Zugangswege geschaffen haben, bleibt die Situation in Italien fragmentiert. Die Studie wurde in Frontiers in Digital Health veröffentlicht. 13 klinische Studien in Italien identifiziert Die Autoren identifizierten 13 DTx-bezogene Studien in ClinicalTrials.gov, davon 11 randomisierte kontrollierte Interventionsstudien. Die Studien decken Bereiche wie kognitive Beeinträchtigung, Rehabilitation, Hypertonie, Stress und neurologische Erkrankungen ab. Die Kontrollgruppen-Strategien variieren stark (Standardtherapie, aktive Kontrolle, No-Treatment oder digitales Placebo). Die Qualität der Evidenz und das Studiendesign sind heterogen. Hintergrund DTx sind evidenzbasierte Software-Interventionen zur Prävention, Behandlung oder zum Management von Erkrankungen wie Diabetes, Depression oder Hypertonie. Im Gegensatz zu Wellness-Apps erfordern sie klinische… 

KI-Modelle liefern zuverlässige Patienteninformationen zu Herzinsuffizienz

Große Sprachmodelle wie Gemini und Grok erzielen gute Ergebnisse bei der Beantwortung patientenorientierter Fragen zu Herzinsuffizienz und Kardiomyopathien. In einer systematischen, verblindeten Studie schnitten sie bei Genauigkeit und Vermeidung von Fehlinformationen gut ab. Dennoch bestehen Herausforderungen bei Lesbarkeit, Kürze und Kontextverständnis. Die Studie wurde in Frontiers in Digital Health veröffentlicht. Gemini und Grok überzeugen in Bewertung Forscher der Universität Heidelberg testeten sechs führende KI-Modelle (Gemini 2.5 Pro, Grok-3, GPT-4o, DeepSeek, Claude 3.7 Sonnet, Perplexity Sonar Pro) anhand von 50 von Experten erstellten Fragen. Die Antworten wurden von Kardiologen, Medizinstudenten und automatisierten KI-Bewertungssystemen auf neun Dimensionen wie Angemessenheit, Vollständigkeit, Vermeidung von Halluzinationen und Verständlichkeit bewertet. Gemini erzielte die höchste Gesamtbewertung (4,41 von 5) und wurde in 43,7 Prozent der Fälle als beste Quelle gewählt, gefolgt von Grok (4,23; 30,3 Prozent). Hintergrund Herzinsuffizienz und Kardiomyopathien erfordern umfassende Patientenaufklärung. Viele Betroffene suchen Informationen… 

App „Aktiv mit MS“ mit neuen Funktionen für Betroffene

Ulm (LabNews Media LLC) – Die App „Aktiv mit MS“ wurde um weitere Funktionen erweitert, um Menschen mit Multipler Sklerose im Alltag zu unterstützen. Das kostenlose digitale Angebot von Teva umfasst nun eine verbesserte Tagebuchfunktion, erweiterte Erinnerungsfunktionen sowie kognitives Training. Mit dem integrierten Tagebuch können Betroffene Symptome wie Konzentration, Mobilität oder Schmerzen dokumentieren. Veränderungen werden so sichtbar und erleichtern Gespräche mit dem behandelnden Arzt. Erinnerungsfunktionen helfen dabei, Injektionen, Medikamenteneinnahmen oder Trainingseinheiten zuverlässig in den Alltag zu integrieren. Neu hinzugekommen ist ein erweitertes Wissensangebot mit regelmäßig aktualisierten, verständlichen Informationen zu MS. Zudem bietet das Programm kognitives Training mit Übungen zu Konzentration, Gedächtnis und logischem Denken. Ein Leistungsindex zeigt den persönlichen Fortschritt an und soll zur regelmäßigen Nutzung motivieren. Die App kann auch ohne Registrierung für grundlegende Funktionen wie das Tagebuch genutzt werden. Registrierte Nutzerinnen und Nutzer erhalten Zugriff auf zusätzliche Inhalte,… 

KI-Factories sollen Krankenhäuser entlasten

Berlin (LabNews Media LLC) – Künstliche Intelligenz kann Krankenhäuser dabei unterstützen, große Datenmengen effizienter zu nutzen und medizinisches Personal zu entlasten. Das ist das Ergebnis einer Diskussion von Experten aus Industrie und Klinik, die von Hewlett Packard Enterprise (HPE) initiiert wurde. Bereits heute setzen rund 75 Prozent der EU-Länder KI in der Diagnostik ein. Entscheidend für einen nachhaltigen Nutzen sei jedoch nicht allein die Technologie, sondern die Fähigkeit, Daten und Prozesse sicher zu vernetzen, so die Einschätzung der Beteiligten. Krankenhäuser erzeugten enorme Datenmengen aus klinischer Dokumentation, Bildgebung und Sensordaten. KI könne helfen, diese Informationen schneller auszuwerten und Abläufe zu optimieren. Im Zentrum der Debatte stehen sogenannte AI Factories – Umgebungen, in denen Daten, Rechenleistung und KI-Modelle zusammengeführt werden. HPE und NVIDIA arbeiten gemeinsam an entsprechenden Lösungen, die skalierbare und praxisnahe Systeme für klinische Umgebungen ermöglichen sollen. Hartmut Schultze, Strategic AI…