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Eilmeldung: Jens Spahn tritt vermutlich zurück

Der CDU/CSU-Fraktionsvorsitzende Jens Spahn legt nach unbestätigten Informationen sein Amt als Fraktionschef in Kürze nieder. Das berichten Quellen von LabNews Media LLC. Grund für den Rücktritt ist die kürzlich bekannt gewordene Leihmutterschaft. Spahn und sein Ehemann Daniel Funke sind Eltern eines Sohnes namens Georg geworden, der in den USA von einer Leihmutter ausgetragen wurde. Diese Praxis steht im Widerspruch zur offiziellen Linie der CDU/CSU, die Leihmutterschaft in Deutschland strikt ablehnt. Spahn hatte in der Vergangenheit selbst kritische Positionen zur Leihmutterschaft vertreten. Der Schritt löst innerhalb der Union Diskussionen über Glaubwürdigkeit und Doppelmoral aus. Weitere Details und Reaktionen aus der Partei folgen in Kürze.

EDITORIAL: Jens Spahn - am Gesetz vorbei. Symbolbild. Credits: Pexels

Jens Spahn: Am Gesetz vorbei

EDITORIAL. Jens Spahn, ehemaliger Bundesgesundheitsminister und aktueller Unionsfraktionsvorsitzender der CDU/CSU, steht seit Jahren im Zentrum öffentlicher Debatten um Transparenz, Interessenkonflikte und politische Verantwortung. Drei zentrale Themenkomplexe – der Kauf und die Finanzierung einer Luxusvilla in Berlin-Dahlem, die milliardenschwere Maskenbeschaffung während der Corona-Pandemie sowie die Inanspruchnahme einer Leihmutterschaft im Widerspruch zur eigenen Parteilinie – werfen grundlegende Fragen zur Amtsführung und Glaubwürdigkeit auf. Dieses Editorial analysiert diese Ereignisse strikt auf Basis öffentlich verfügbarer Berichte, Gerichtsentscheidungen, Rechnungshof-Prüfungen und offizieller Stellungnahmen. Es fordert Konsequenzen, wo politische Verantwortung versagt wurde, auch wenn strafrechtliche Ermittlungen eingestellt wurden. Politische Verantwortung endet nicht bei fehlendem Strafverfahren. 1. Die Villa in Dahlem: Timing, Finanzierung und Transparenzdefizite Im Juli 2020, mitten in der ersten Corona-Welle, erwarben Jens Spahn und sein Ehemann Daniel Funke eine denkmalgeschützte Villa im Berliner Nobelviertel Dahlem für 4,125 Millionen Euro (zzgl. Nebenkosten). Das Anwesen umfasst ca.… 

People wait in a long queue outside a German hospital emergency department (Notaufnahme) entrance, on a wet street; some wear winter coats and use canes or walkers.

Lebensmittel und Krebsrisiko – was sagt die Wissenschaft?

Es gibt kein Lebensmittel, das Krebs „verursacht“ oder „heilt“. Allerdings beeinflusst die Ernährung das Krebsrisiko – teils deutlich. Die stärkste Evidenz liegt bei bestimmten Risikofaktoren vor, während der schützende Effekt einzelner Lebensmittel meist schwächer und weniger eindeutig ist. Hier eine Übersicht basierend auf aktuellen Bewertungen (vor allem Weltkrebsforschungs fonds / American Institute for Cancer Research, IARC und DKFZ): Lebensmittel / Faktoren, die das Krebsrisiko erhöhen Lebensmittel / Faktor Krebsarten (stärkste Hinweise) Stärke der Evidenz Bemerkung Verarbeitetes Fleisch (Wurst, Schinken, Speck, Salami etc.) Darmkrebs Sehr hoch (IARC Gruppe 1) Schon kleine Mengen erhöhen das Risiko Rotes Fleisch (Rind, Schwein, Lamm) Darmkrebs Hoch (IARC Gruppe 2A) Besonders bei hohem Verzehr Alkohol Brust-, Darm-, Leber-, Speiseröhren-, Mundhöhlenkrebs Sehr hoch Keine sichere Menge Übergewicht / Adipositas 13 Krebsarten (u. a. Darm, Brust nach der Menopause, Gebärmutter, Niere, Speiseröhre) Sehr hoch Einer der wichtigsten vermeidbaren… 

Review highlights potential of polymer-based flexible wireless sensors for continuous health monitoring

Xi’an – A comprehensive system-level review published in Nano-Micro Letters examines the current state and future potential of polymer-based flexible wireless sensors for real-time health monitoring. The review integrates materials science, device engineering, wireless communication, and clinical applications, offering a framework for next-generation wearable and implantable sensors. Led by researchers from Northwestern Polytechnical University and Xi’an Jiaotong University, the study addresses the growing need for continuous physiological monitoring beyond traditional hospital-based, episodic measurements. It focuses on sensors designed for epidermal, subcutaneous, and short-term implantable use, emphasizing the interplay between materials, interfaces, and wireless transmission. The review systematically analyzes different sensing mechanisms, including optical, piezoresistive, capacitive, piezoelectric, triboelectric, chemical, magnetic, and multimodal approaches. It also evaluates wireless communication strategies such as near-field coupling (NFC), far-field protocols (BLE, Wi-Fi, UWB), and acoustic/ultrasonic links, highlighting their respective advantages and limitations in biological environments.… 

Novel antibiotic resistance gene discovered in Australian freshwater sediment

Sydney – Researchers have identified a previously unknown gene that confers resistance to polymyxin, a last-resort antibiotic, in contaminated freshwater sediment in New South Wales. The discovery, published in Nature Communications, marks the first time such a resistance gene has been found outside clinical, food, or livestock settings and the first in the Southern Hemisphere. The gene, named mcr-12, was detected in the bacterium Pigmentiphaga litoralis, a non-Gammaproteobacterial species. It remained functional when transferred to several pathogenic bacteria, raising concerns that it could spread to clinically relevant pathogens in the future. Unlike previously known polymyxin resistance genes, which are typically associated with environments involving direct antibiotic use, mcr-12 was found in sediment contaminated by heavy metals. The researchers suggest that heavy metal pollution may help maintain antibiotic resistance genes in the environment. “This discovery challenges our previous assumptions,” said Dr… 

Lancet-Studien fordern grundlegende Reform von Japans Gesundheitssystem bis 2040

Sendai – Japan muss sein Gesundheitssystem und seine globale Gesundheitsstrategie bis 2040 grundlegend umgestalten, um die Folgen der demografischen Entwicklung bewältigen zu können. Zu diesem Ergebnis kommen zwei Policy-Review-Papiere, die ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Tohoku University am 16. Juli 2026 in der Zeitschrift The Lancet Regional Health – Western Pacific veröffentlicht hat. Die Autorinnen und Autoren sehen die bisherigen Erfolge Japans im Bereich der gesunden Langlebigkeit und der universellen Gesundheitsversorgung zwar als Erfolg an, warnen jedoch vor einer „institutionellen Stagnation“. Bis 2040 wird mehr als jeder dritte Mensch in Japan 65 Jahre oder älter sein. Die Versorgungsbedarfe verschieben sich zunehmend von kurzfristigen Krankenhausbehandlungen hin zu langfristiger Unterstützung bei chronischen Erkrankungen, Demenz und Gebrechlichkeit. Die Studien fordern einen Wechsel von einem krankenhaus- und leistungsvolumenorientierten System hin zu einem Ansatz, der stärker auf Lebensqualität, Gesundheitsergebnisse und gemeindenahe Versorgung ausgerichtet ist.… 

Neue Arbeitsgruppe am Kinderkrebs-Zentrum Hamburg erforscht Stoffwechsel aggressiver Hirntumoren

Hamburg – Am Forschungsinstitut Kinderkrebs-Zentrum Hamburg hat Dr. Sina Neyazi eine neue Arbeitsgruppe aufgebaut, die den Stoffwechsel aggressiver Hirntumoren bei Kindern untersucht. Ziel ist es, metabolische Schwachstellen dieser Tumoren zu identifizieren und daraus neue Therapieansätze zu entwickeln. Pädiatrische hochgradige Gliome zählen zu den schwer behandelbaren Krebserkrankungen im Kindesalter. Obwohl molekulare Veränderungen dieser Tumoren zunehmend verstanden werden, gibt es bisher nur wenige wirksame Behandlungsoptionen. Neyazi konzentriert sich darauf, wie die Tumorzellen ihren Stoffwechsel umprogrammieren, um Energie und Nährstoffe für ihr Wachstum zu gewinnen. Die Arbeitsgruppe verfolgt drei Ansätze: Zunächst soll eine Art Stoffwechsel-Landkarte der Tumoren erstellt werden, indem Genaktivität und Stoffwechselprodukte analysiert werden. Im zweiten Schritt werden mit CRISPR-Technologie einzelne Stoffwechselgene gezielt ausgeschaltet, um zu prüfen, welche Gene für das Tumorwachstum essenziell sind. Im dritten Schritt sollen bereits zugelassene Wirkstoffe aus anderen Indikationen auf ihre Wirkung gegen spezifische Stoffwechselprozesse in den… 

Grünenthal tritt dem Cluster for Nucleic Acid Therapeutics Munich bei

Aachen – Das Pharmaunternehmen Grünenthal ist dem Cluster for Nucleic Acid Therapeutics Munich (CNATM) beigetreten. Mit der Mitgliedschaft will das Unternehmen seine Kompetenzen in der Entwicklung von Oligonukleotid-Wirkstoffen stärken und sich stärker mit dem akademischen und biotechnologischen Innovationsökosystem in München vernetzen. Grünenthal hat in den vergangenen Jahren interne Kapazitäten für die Entwicklung von Antisense-Oligonukleotiden (ASOs) und siRNA aufgebaut. Diese Ansätze sollen künftig bei der Behandlung von Schmerzen und neurologischen Erkrankungen eingesetzt werden. Im Rahmen der Zusammenarbeit mit dem CNATM möchte das Unternehmen insbesondere das Verständnis von Design, Verabreichung und zellulärer Aktivität von Oligonukleotiden verbessern. Ein Schwerpunkt liegt auf der gezielten Verabreichung von siRNA und verwandten Ansätzen an neuronale Zellen und Gewebe, die für Schmerz, Epilepsie und neurodegenerative Erkrankungen relevant sind. „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit unseren CNATM-Partnern und darauf, modernste akademische Wissenschaft mit einer patientenorientierten Industrieperspektive zu verbinden“,… 

Kabinett Merz beschließt GeDIG

Das Bundeskabinett hat am 15. Juli 2026 das „Gesetz für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen“ (GeDIG) beschlossen. Das Gesetz soll die Digitalisierung stärker in die Versorgung integrieren, die Nutzung von Gesundheitsdaten verbessern und die Grundlagen für ein modernes, vernetztes Gesundheitswesen schaffen. Ziele des Gesetzes Das GeDIG zielt darauf ab, digitale Anwendungen für Versicherte und Leistungserbringer einfacher nutzbar zu machen und bürokratische Prozesse zu entlasten. Es soll jährlich rund 445 Millionen Euro an Entlastung bringen. Gleichzeitig werden die rechtlichen und technischen Voraussetzungen geschaffen, um Gesundheitsdaten stärker für Prävention, Forschung und Innovation nutzen zu können, ohne den Datenschutz zu vernachlässigen. Wichtige Neuerungen Krankenkassen erhalten erweiterte Möglichkeiten, die elektronische Patientenakte (ePA) mit zusätzlichen Funktionen auszustatten, etwa Präventionshinweisen, Erinnerungen an Vorsorgeuntersuchungen oder KI-gestützten Angeboten. Die elektronische Überweisung soll schrittweise eingeführt werden. Zudem wird die Nutzung der elektronischen Gesundheitskarte und digitaler Identitäten vereinfacht. Die… 

Infografik erklärt den rechtlichen Rahmen und die Auslandserkennung von Leihmutterschaft in Deutschland, mit Symbolen wie STOP, Waage und Pass sowie erläuternden Textblöcken.

Leihmutterschaft in Deutschland: Rechtliche Hintergründe und aktuelle Lage am Beispiel von Jens Spahn und Daniel Funke

Am 15. Juli 2026 gaben der CDU-Politiker Jens Spahn und sein Ehemann Daniel Funke die Geburt ihres Sohnes Georg bekannt. Das Kind kam in den USA zur Welt und wurde von einer Leihmutter (Ersatzmutter) ausgetragen. Dieser Fall wirft Fragen zur rechtlichen Lage der Leihmutterschaft in Deutschland auf. Hier ein faktenbasierter Überblick – streng nach geltendem Recht und veröffentlichten Quellen. Das Verbot der Leihmutterschaft in Deutschland Leihmutterschaft (auch Ersatzmutterschaft genannt) ist in Deutschland verboten. Die zentrale Vorschrift ist das Embryonenschutzgesetz (ESchG). Nach § 1 Abs. 1 Nr. 7 ESchG wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, wer es unternimmt, „bei einer Frau, welche bereit ist, ihr Kind nach der Geburt Dritten auf Dauer zu überlassen (Ersatzmutter), eine künstliche Befruchtung durchzuführen oder auf sie einen menschlichen Embryo zu übertragen.“ Strafbar ist damit vor allem die ärztliche Durchführung der…