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Infografik erklärt den rechtlichen Rahmen und die Auslandserkennung von Leihmutterschaft in Deutschland, mit Symbolen wie STOP, Waage und Pass sowie erläuternden Textblöcken.

Leihmutterschaft in Deutschland: Rechtliche Hintergründe und aktuelle Lage am Beispiel von Jens Spahn und Daniel Funke

Am 15. Juli 2026 gaben der CDU-Politiker Jens Spahn und sein Ehemann Daniel Funke die Geburt ihres Sohnes Georg bekannt. Das Kind kam in den USA zur Welt und wurde von einer Leihmutter (Ersatzmutter) ausgetragen. Dieser Fall wirft Fragen zur rechtlichen Lage der Leihmutterschaft in Deutschland auf. Hier ein faktenbasierter Überblick – streng nach geltendem Recht und veröffentlichten Quellen. Das Verbot der Leihmutterschaft in Deutschland Leihmutterschaft (auch Ersatzmutterschaft genannt) ist in Deutschland verboten. Die zentrale Vorschrift ist das Embryonenschutzgesetz (ESchG). Nach § 1 Abs. 1 Nr. 7 ESchG wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, wer es unternimmt, „bei einer Frau, welche bereit ist, ihr Kind nach der Geburt Dritten auf Dauer zu überlassen (Ersatzmutter), eine künstliche Befruchtung durchzuführen oder auf sie einen menschlichen Embryo zu übertragen.“ Strafbar ist damit vor allem die ärztliche Durchführung der… 

Neues KI-Modell soll DNA-Bindungen zuverlässiger vorhersagen

Raleigh – Ein Forschungsteam der North Carolina State University hat ein KI-Modell entwickelt, das vorhersagen kann, welche DNA-Sequenzen miteinander binden. Das Modell mit dem Namen BINND (Binding and Interaction Neural Network for DNA) wurde mit einem deutlich größeren Datensatz trainiert als bisherige Ansätze und erreicht eine höhere Genauigkeit. Das Modell basiert auf 144 Millionen DNA-Sequenzpaaren. In Tests sagte BINND Bindungen mit einer Genauigkeit von 83,5 Prozent voraus. Bei Fehlern tendierte das Modell dazu, eine Bindung fälschlicherweise auszuschließen. Damit ist BINND nach Angaben der Forschenden mindestens zehn Prozent genauer als bisherige Modelle. Die Wissenschaftler nutzten das Modell, um eine Datenbank zu erstellen, die die Bindungsbeziehungen zwischen 96 und 26 verschiedenen 20-stelligen DNA-Sequenzen abbildet. Diese Informationen könnten künftig für DNA-basierte Datenspeicherung und -verarbeitung genutzt werden. Das Modell wurde auf der Plattform GitHub öffentlich zugänglich gemacht. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Nature… 

Abstract visualization of a DNA-like double helix with red and green spheres along the strands on a black background.

Heidelberger Forscher steuern mit Schallwellen die Bildung künstlichen Gewebes

Heidelberg – Mit akustischer Manipulation lassen sich die Bildung und Selbstorganisation von künstlich hergestelltem Gewebe gezielt steuern. Das hat ein Forschungsteam am Zentrum für Molekulare Biologie der Universität Heidelberg (ZMBH) gezeigt. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erzeugten mithilfe von Schallwellen funktionelle Gefäßnetzwerke mit blutgefäßähnlichen Strukturen in vitro. Unter der Leitung von Juniorprofessorin Dr. Daniela Duarte Campos konnten die Zellen präzise im Raum angeordnet werden. Innerhalb einer Woche bildeten sie selbstorganisierende Netzwerke, produzierten eine eigene extrazelluläre Matrix und aktivierten Gene, die mit der Bildung von Blutgefäßen in Verbindung stehen. Die Forscherinnen und Forscher stellten fest, dass die Qualität des anfänglichen Akustik-Musters direkt mit der Reife der entstehenden Gewebestrukturen zusammenhängt. Sie definierten zudem biologische und physikalische Parameter, um möglichst realitätsnahe vaskularisierte 3D-Gewebe mit mehreren Zelltypen herzustellen. Solches Gewebe ist nach ihren Angaben sowohl für biomedizinische Studien als auch für die regenerative Medizin von… 

Neue Methode ermöglicht einfache Messung der Plazenta

Ein Forschungsteam der Yale University hat gezeigt, dass sich das Volumen der Plazenta mit einer einfachen 2D-Ultraschallmethode ebenso genau bestimmen lässt wie mit der aufwändigeren 3D-Technik. Die neue Estimated Placental Volume (EPV)-Methode ist schnell, kostengünstig und erfordert nur minimales Training. Hintergrund Die Größe der Plazenta steht in engem Zusammenhang mit dem Schwangerschaftsverlauf. Eine zu kleine Plazenta erhöht das Risiko für Komplikationen wie Totgeburt, Wachstumsretardierung oder Präeklampsie. Bisher wurde die Plazenta in der Routineversorgung selten gemessen, weil die gängige 3D-Methode (VOCAL) teure Geräte, speziell geschultes Personal und viel Zeit erfordert. Eine zugänglichere Messmethode könnte die Früherkennung von Plazenta-Problemen verbessern. Die EPV-Methode Bei der Estimated Placental Volume-Methode werden mit einem handelsüblichen 2D-Ultraschallgerät die Breite, Höhe und Dicke der Plazenta gemessen. Diese drei Werte werden in eine mathematische Formel eingesetzt, die das Volumen schätzt. Die Messung dauert etwa 30 Sekunden und kann prinzipiell… 

SPP1-positive Makrophagen treiben Bandscheibendegeneration voran

Eine umfassende Multi-Omics-Studie hat eine spezifische Population von SPP1-exprimierenden Makrophagen als zentrale Treiber der Bandscheibendegeneration identifiziert. Die Zellen fördern über das Protein Osteopontin den Abbau der extrazellulären Matrix und stören die Autophagie in den Zellen des Nucleus pulposus. Hintergrund Die degenerative Bandscheibenerkrankung (Intervertebral Disc Degeneration, IVDD) ist eine der häufigsten Ursachen für chronische Rückenschmerzen. Sie ist durch den fortschreitenden Verlust von Struktur und Funktion des Bandscheibengewebes gekennzeichnet. Bisher war unklar, welche Immunzellen maßgeblich zur Matrixzerstörung beitragen. Die neue Studie kombiniert Einzelzell-RNA-Sequenzierung, Zell-Zell-Kommunikationsanalysen, Exosomenforschung, maschinelles Lernen und Mendelsche Randomisierung, um diese Lücke zu schließen. Studiendesign Die Forscher erstellten einen umfassenden Multi-Omics-Atlas degenerierender Bandscheiben. Sie analysierten Gewebeproben und kombinierten verschiedene Hochdurchsatzmethoden, um immunologische Veränderungen und deren Auswirkungen auf die Bandscheibenzellen systematisch zu untersuchen. Besonderes Augenmerk lag auf SPP1-positiven Makrophagen, die in degeneriertem Gewebe deutlich vermehrt waren. Wichtige Ergebnisse SPP1-exprimierende Makrophagen waren in… 

Neuer Biosensor erkennt frühe Leberfibrose aus dem Blut

Ein Forschungsteam der Sungkyunkwan University hat einen hochempfindlichen elektrochemischen Biosensor entwickelt, der frühe Leberfibrose anhand eines einfachen Bluttests nachweisen kann. Die Plattform erkennt das Biomarker-Protein PICP mit einer Nachweisgrenze von 0,81 pg/mL und erreichte in ersten Patientenproben eine Sensitivität von 95,24 % sowie eine Spezifität von 100 %. Hintergrund Leberfibrose entsteht, wenn Lebergewebe durch chronische Schäden allmählich vernarbt und verhärtet. Im Frühstadium ist die Erkrankung oft reversibel, bleibt jedoch häufig unerkannt, weil sie keine spezifischen Symptome verursacht. Die bisherige Diagnostik stützt sich vor allem auf Leberbiopsien oder bildgebende Verfahren, die aufwändig, teuer und für Patienten belastend sind. Ein einfacher Bluttest könnte die Früherkennung deutlich erleichtern. Die FIB-EIS-Technologie Der entwickelte Biosensor (FIB-EIS) besteht aus einer mit Goldnanopartikeln beschichteten Kohlenstoffelektrode, auf der Antikörper gegen das Protein PICP immobilisiert sind. PICP wird während der Kollagenbildung (Narbengewebe) freigesetzt und gilt als Marker für die… 

lncRNA als Treiber und Prognosefaktor bei Darmkrebs

Hangzhou – Ein chinesisches Forschungsteam hat ein bisher wenig charakterisiertes langes nicht-kodierendes RNA-Molekül (lncRNA) als zentralen Regulator bei der Entstehung und Progression von Darmkrebs identifiziert. Die Studie, die in der Fachzeitschrift Genes & Diseases veröffentlicht wurde, beschreibt AC004854.2 als möglichen prognostischen Biomarker und therapeutischen Angriffspunkt. Die Untersuchung zeigt, dass AC004854.2 in Darmkrebsgewebe deutlich hochreguliert ist und mit aggressiverem Tumorverhalten sowie verkürzter Gesamtüberlebenszeit der Patientinnen und Patienten einhergeht. Mechanistisch bindet das lncRNA an das RNA-bindende Protein PUF60 und löst dadurch die hemmende PUF60–FUBP1-Komplexbildung am c-MYC-Promotor auf. Dadurch wird die Transkription des Onkogens c-MYC verstärkt, was wiederum die Expression von Zellzyklusregulatoren wie CCND2 und CDK4 fördert. Als Upstream-Regulator von AC004854.2 wurde der Transkriptionsfaktor SOX4 identifiziert. Die Ergebnisse beschreiben damit eine SOX4–AC004854.2–c-MYC-Signalachse, die das Tumorwachstum vorantreibt. Funktionelle Experimente zeigten, dass eine Überexpression von AC004854.2 die Proliferation, Migration, Invasion und den Zellzyklusfortschritt von Darmkrebszellen… 

Bluttest auf p-tau217 sagt Alzheimer-Risiko bei symptomfreien älteren Menschen voraus

Höhere Blutspiegel des Biomarkers p-tau217 sind bei kognitiv gesunden älteren Erwachsenen mit einem deutlich erhöhten Risiko für spätere kognitive Beeinträchtigungen verbunden. Die Ergebnisse stammen aus einer großen Analyse von fast 2.700 Personen und wurden auf der Alzheimer’s Association International Conference 2026 vorgestellt sowie gleichzeitig in der Fachzeitschrift JAMA veröffentlicht. Die Studie Forscher werteten Daten von knapp 2.700 kognitiv unauffälligen Personen im Durchschnittsalter von 70 Jahren aus sechs großen Alzheimer-Kohorten und Studien aus. Die Teilnehmer waren bei der Blutentnahme symptomfrei und wurden im Mittel knapp fünf Jahre (teilweise über zehn Jahre) nachbeobachtet. Mithilfe statistischer Modelle schätzten die Wissenschaftler das individuelle Risiko für das Auftreten von leichter kognitiver Beeinträchtigung, Demenz oder einem klinischen Demenz-Rating von mindestens 0,5 über zwei, fünf und zehn Jahre. Wichtige Ergebnisse Personen mit sehr hohen p-tau217-Werten (mehr als doppelt so hoch wie der Durchschnitt in der Studie) hatten… 

Broermann Medical Innovation Award 2026 geht an drei Pioniere der Stoffwechselforschung

Der mit einer Million Euro dotierte Broermann Medical Innovation Award wird in diesem Jahr an Prof. Dr. med. Dr. h.c. Matthias H. Tschöp (Ludwig-Maximilians-Universität München), Prof. Svetlana Mojsov (Rockefeller University, New York) und Prof. Richard DiMarchi (Indiana University) verliehen. Die Jury würdigt damit ihre wegweisenden Beiträge zur Entwicklung moderner Therapien gegen Typ-2-Diabetes und Adipositas. Die drei Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler legten mit ihren Arbeiten die Grundlage für eine neue Klasse von Medikamenten, die auf dem Inkretinhormon GLP-1 und weiteren Darmhormonen basieren. Diese Wirkstoffe, darunter sogenannte Multiagonisten, senken den Blutzucker, reduzieren das Körpergewicht deutlich und verbessern das kardiometabolische Risiko. Mojsov identifizierte die biologisch aktive Form von GLP-1, DiMarchi entwickelte entscheidende chemische Optimierungen der Peptide, und Tschöp trieb die translationale Forschung zu gewichtsreduzierenden Effekten von GIP und Glukagon sowie zu dualen und dreifachen Hormon-Koagonisten maßgeblich voran. Der Preis wird am 17. November 2026… 

FDA genehmigt subkutane Startdosis für Leqembi Iqlik bei früher Alzheimer-Erkrankung

Stockholm – Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat die Zulassung einer subkutanen Startdosis für Leqembi Iqlik (Lecanemab-irmb) zur Behandlung der frühen Alzheimer-Erkrankung erteilt. Das Präparat kann damit ab Ende August 2026 in den USA auch als einmal wöchentliche Injektion per Autoinjektor verabreicht werden. Leqembi Iqlik ist weltweit die erste anti-Amyloid-Therapie mit häuslicher Dosierung bereits ab Behandlungsbeginn. Für die Einleitungsphase ist eine Dosierung von 500 mg einmal wöchentlich zugelassen, verabreicht als zwei Injektionen à 250 mg in jeweils etwa 15 Sekunden. Nach 18 Monaten intravenöser oder subkutaner Behandlung ist bereits eine Erhaltungsdosis von 360 mg einmal wöchentlich zugelassen. Patientinnen und Patienten können nun während des gesamten Behandlungsverlaufs zwischen intravenöser Infusion und subkutaner Injektion wechseln. Die Zulassung stützt sich auf Daten aus der Phase-3-Studie Clarity AD und deren Langzeitverlängerung. Demnach erreichte die subkutane Verabreichung eine vergleichbare Exposition wie die intravenöse Gabe bei ähnlicher klinischer…