Trumps Iran-Krieg bedroht Deutschlands Labormedizin und Diagnostik
Editorial. Die jüngste Eskalation im US-Iran-Konflikt seit dem 7. Juli 2026 hat direkte und indirekte Auswirkungen auf globale Lieferketten. Nach dem Kollaps des Waffenstillstands vom Juni 2026 – ausgelöst durch Angriffe auf kommerzielle Schiffe in der Straße von Hormus – hat die US-Seite neue Präzisionsschläge gegen iranische militärische Ziele durchgeführt. Der US-Präsident ordnete die Wiederaufnahme der Seeblockade an. Iranische Kräfte reagierten mit Angriffen auf Schiffe und Ziele in der Region. Die Straße von Hormus, durch die täglich etwa 20 bis 21 Millionen Barrel Öl fließen – rund 20 Prozent des weltweiten Ölhandels –, ist erneut Schauplatz von Störungen. Diese Entwicklungen betreffen die deutsche Labormedizin und Diagnostikbranche über zwei zentrale Kanäle: die Heliumversorgung für Magnetresonanztomographen (MRT) und die breiteren Lieferketten inklusive Diesel als Treibstoff für Logistik und Betrieb. Beide Bereiche sind von geopolitischen Risiken im Persischen Golf abhängig. Die folgenden Abschnitte…

