Explainer: Aktuelle Leitlinien zur Hormonersatztherapie (HRT) in der Menopause
Die Hormonersatztherapie (HRT, auch menopausale Hormontherapie/MHT) wird in Deutschland und international weiterhin individuell und leitliniengerecht empfohlen, vor allem zur Linderung starker klimakterischer Beschwerden (vasomotorische Symptome wie Hitzewallungen/Nachtschweiß, urogenitale Beschwerden) und zur Prävention der Osteoporose bei Frauen mit erhöhtem Risiko. Deutschland (AWMF-S3-Leitlinie „Peri- und Postmenopause – Diagnostik und Interventionen“)Die aktuelle S3-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) und weiterer Fachgesellschaften (Stand 2020, gültig bis 31.12.2024, seit 2025 in Überarbeitung) empfiehlt HRT als wirksamste Therapie bei belastenden Wechseljahresbeschwerden. Sie gilt als Mittel der ersten Wahl bei vasomotorischen Symptomen und urogenitalem Syndrom der Menopause (GSM). Die Therapie sollte zeitnah nach Beginn der Beschwerden (idealerweise vor dem 60. Lebensjahr oder innerhalb von 10 Jahren nach Menopause-Eintritt) begonnen und individuell dosiert werden. Transdermale Applikation (Pflaster, Gel) wird gegenüber oraler bevorzugt, da sie das Risiko für venöse Thromboembolien und Schlaganfälle senkt. Gestagene sind nur…

