KI-Bewusstsein: Forscher fordern strengere wissenschaftliche Standards
Seoul (LabNews Media LLC) – Mit der zunehmenden Leistungsfähigkeit künstlicher Intelligenz gewinnen Fragen nach Bewusstsein an Bedeutung, die früher vor allem philosophisch diskutiert wurden. Ein internationales Forschungsteam unter Leitung von Prof. Hakwan LAU vom Center for Neuroscience Imaging Research des Institute for Basic Science (IBS) argumentiert in einer neuen Analyse, dass die derzeitigen wissenschaftlichen Methoden noch nicht ausreichen, um solche Fragen verlässlich zu beantworten. Die Studie, die in der Fachzeitschrift Neuron veröffentlicht wurde, kritisiert viele gängige experimentelle Paradigmen in der Bewusstseinsforschung. Ansätze wie visuelle Maskierung, binokulare Rivalität oder Wahrnehmungsschwellen-Tests veränderten häufig nicht nur das bewusste Erleben, sondern auch die allgemeine Fähigkeit zur Informationsverarbeitung. Dadurch sei es schwierig zu unterscheiden, ob beobachtete Effekte tatsächlich auf Bewusstsein zurückzuführen seien oder lediglich auf breitere kognitive Prozesse. Die Autoren betonen, dass die Arbeit nicht klären will, ob Tiere, KI-Systeme, Föten oder Organoiden Bewusstsein besitzen.…








