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Umfrage: Mehrheit der Amerikaner unterstützt tierexperimentelle biomedizinische Forschung

Eine repräsentative Umfrage in den USA zeigt, dass mehr als 60 Prozent der Befragten die Nutzung von Tieren in der biomedizinischen Forschung unter tierärztlicher Aufsicht befürworten. Nur 13 Prozent lehnen eine solche Forschung ab. Die Umfrage Die Umfrage wurde von der Marktforschungs- und Meinungsforschungsfirma Ipsos im Auftrag der Oregon Voices for Biomedical Research (OVBR) durchgeführt. Befragt wurden über 2.000 Erwachsene in den USA. Die Ergebnisse wurden am 10. Juli 2026 veröffentlicht. Wichtige Ergebnisse Mehr als drei von fünf Befragten (über 60 %) unterstützen den Einsatz von Tieren in der biomedizinischen Forschung, sofern diese unter direkter tierärztlicher Aufsicht erfolgt. Demgegenüber stehen 13 Prozent, die eine solche Forschung ablehnen. Die Mehrheit der Befragten (53 %) hält den Einsatz von Tieren für akzeptabel, wenn keine zuverlässigen tierversuchsfreien Methoden zur Verfügung stehen. 51 Prozent sind der Auffassung, dass die Forschung fortgesetzt werden sollte, bis… 

Rituximab ebenso wirksam wie Ocrelizumab bei neu diagnostizierter schubförmiger Multipler Sklerose

In einer randomisierten Phase-3-Studie erwies sich Rituximab als nicht unterlegen gegenüber Ocrelizumab bei der Unterdrückung von Krankheitsaktivität bei Patienten mit neu diagnostizierter schubförmiger Multipler Sklerose und rezenter Aktivität. Die beiden Anti-CD20-Antikörper zeigten vergleichbare Effekte auf neue oder vergrößernde T2-Läsionen im MRT sowie auf klinische Endpunkte. Hintergrund Anti-CD20-Antikörper gelten als wirksame Therapieoption bei schubförmiger Multipler Sklerose. Ocrelizumab ist in dieser Indikation zugelassen, Rituximab wird off-label eingesetzt. Bisher fehlten direkte Vergleichsdaten bei neu diagnostizierten Patienten. Die OVERLORD-MS-Studie untersuchte erstmals in einem doppelblinden, randomisierten Design, ob das deutlich kostengünstigere Rituximab dem etablierten Ocrelizumab nicht unterlegen ist. Studiendesign In der multizentrischen, doppelblinden Nichtunterlegenheitsstudie wurden Erwachsene mit neu diagnostizierter schubförmiger Multipler Sklerose und rezenter Krankheitsaktivität im Verhältnis 3:2 randomisiert. Die Teilnehmer erhielten über 24 Monate alle sechs Monate entweder Rituximab oder Ocrelizumab. Primärer Endpunkt war das Fehlen neuer oder vergrößernder T2-Läsionen im MRT zwischen Monat… 

Neue Gentherapie-Plattform ermöglicht gezielte Hirnversorgung

US-Forscher haben eine Gentherapie-Plattform entwickelt, die es ermöglicht, therapeutische Gene gezielt und flächendeckend an Gliazellen im gesamten Gehirn zu bringen. Die Methode kombiniert gentechnisch veränderte Virenvektoren mit dem glymphatischen System des Gehirns. Hintergrund Viele neurologische Erkrankungen gehen mit Funktionsstörungen von Gliazellen einher – also jenen Zellen, die Nervenzellen unterstützen und schützen. Bisher war es schwierig, therapeutische Gene gezielt und in ausreichender Menge in diese Zellen im gesamten Gehirn einzubringen, ohne gleichzeitig andere Organe stark zu belasten. Die Blut-Hirn-Schranke stellt dabei eine besondere Hürde dar. Die neue Plattform Die Forscher nutzten adeno-assoziierte Viren (AAV) des Typs 5, deren Hüllproteine so verändert wurden, dass sie bevorzugt menschliche Gliazellen infizieren. Die Vektoren wurden nicht über das Blut, sondern über die Cisterna magna (einen mit Hirnflüssigkeit gefüllten Raum) in Kombination mit einer hypertonen Lösung verabreicht. Dadurch wird die Verteilung über das glymphatische System des… 

Laboratory workbench with multiple banana plug cables connected to a yellow-tagged probe labeled 5; a white organizer and lab supplies in the background.

Sensor in Tränenflüssigkeit soll neurologische Erkrankungen früh erkennen

Ein neu entwickelter elektrochemischer Sensor kann Dopamin in Tränenflüssigkeit nachweisen. Die Technologie könnte künftig eine nicht-invasive Möglichkeit bieten, Veränderungen bei neurologischen Erkrankungen wie der Parkinson-Krankheit zu überwachen. Hintergrund Dopamin ist ein wichtiger Botenstoff im Gehirn. Veränderungen seines Spiegels stehen im Zusammenhang mit Erkrankungen wie Parkinson, Depressionen oder anderen neurologischen und psychiatrischen Störungen. Bisherige Messmethoden erfordern in der Regel Blutentnahmen, Urinproben oder invasive Verfahren. Tränen bieten dagegen eine leicht zugängliche und schmerzfreie Alternative zur Probengewinnung. Der neue Sensor Die Forscher haben einen kostengünstigen Sensor auf Basis von laserbehandeltem Graphen auf einer Kunststofffolie entwickelt. Das Gerät misst elektrochemisch die Konzentration von Dopamin. Es wurde so konzipiert, dass es auch in Gegenwart anderer in Tränen vorkommender Substanzen zuverlässig arbeitet. Ergebnisse Im Labor konnte der Sensor Dopamin in künstlichen menschlichen Tränen über einen weiten Konzentrationsbereich nachweisen – einschließlich Werte, wie sie bei Parkinson-Patienten vorkommen.… 

Wirkstoff repariert DNA-Schäden in Alzheimer-Mausmodell

Ein bereits für andere Indikationen entwickelter Wirkstoff hat in einem Mausmodell für Alzheimer-Erkrankung DNA-Doppelstrangbrüche repariert und entzündliche Prozesse reduziert. Der Stoff KCL-286 aktiviert den Retinsäure-Signalweg und beeinflusst mehrere zelluläre Prozesse, die früh im Krankheitsverlauf eine Rolle spielen. Hintergrund Bei der Alzheimer-Erkrankung kommt es neben der Ablagerung von Amyloid-beta und Tau-Proteinen auch zu DNA-Schäden in Nervenzellen und zu entzündlichen Reaktionen. Diese Veränderungen gelten als frühe Ereignisse im Krankheitsprozess. Bisherige Therapieansätze konzentrierten sich vor allem auf einzelne Krankheitsmerkmale wie Amyloid-beta, mit bislang begrenzten klinischen Erfolgen. Wirkungsweise des Wirkstoffs KCL-286 wurde ursprünglich zur Behandlung von Rückenmarksverletzungen entwickelt und hat bereits die Phase-1-Prüfung zur Sicherheit am Menschen erfolgreich durchlaufen. Der Wirkstoff aktiviert den Retinsäure-Signalweg, der unter anderem mit der Regulation von Amyloid-beta in Verbindung steht. Im Tiermodell führte die Behandlung zu einer Reparatur von DNA-Doppelstrangbrüchen und zu einer Verringerung entzündlicher Prozesse in Nervenzellen. Ergebnisse… 

Analyse und Prognose: Der Weg zu fortgeschrittenen humanoiden Robotern (Stand Mitte 2026)

Humaneide Roboter bewegen sich von Prototypen und spektakulären Vorführungen hin zu ersten kommerziellen Einsätzen. Experten sehen 2026 als Wendepunkt für die Branche, doch bis zu menschenähnlichen synthetischen Systemen ist es noch ein langer Weg. Eine aktuelle Bestandsaufnahme zeigt rasche Fortschritte bei Hardware und KI, aber auch erhebliche Hürden bei Zuverlässigkeit und Skalierung. Wie aus Branchenberichten und Unternehmensangaben hervorgeht, haben mehrere Systeme den Sprung in Pilotprojekte geschafft. Tesla arbeitet an der Hochskalierung des Optimus (Gen 3 mit Produktionsstart Ende 2026 geplant), Figure AI setzt seine Modelle (Figure 02/03 mit Helix-KI) in Fabriken wie bei BMW ein, und Boston Dynamics liefert den elektrischen Atlas an Partner wie Hyundai. Weitere Anbieter wie 1X (NEO) oder chinesische Hersteller starten erste Heim- oder Service-Einsätze. Analysten rechnen 2026 mit Zehntausenden ausgelieferten Einheiten, bis 2030 mit einem deutlichen Anstieg auf Hunderttausende bis Millionen. Technische Säulen und FortschritteIm… 

Roadmap for Advanced Humanoid Robots (2026–2040) with milestones: Early Commercialization, Broader Adoption, and High Versatility.

The Path Toward Advanced Humanoid Robots Approaching Synthetic Human-like Capabilities

This is a grounded assessment based on current technological trajectories, company roadmaps, research progress, and expert/industry analyses. It focuses on the primary engineering pathway—embodied AI in humanoid robotic platforms—while noting parallel or hybrid developments in sensing, materials, and neuromorphic computing. Fully “synthetic humans” (indistinguishable biological equivalents or conscious entities) remain highly speculative and are not projected in the near-to-medium term. Progress is real and accelerating, but integration challenges, reliability requirements, and scaling realities mean timelines carry uncertainty. Historical robotics predictions have often slipped due to the difficulty of robust real-world performance. Current Landscape (July 2026) Humanoid robots have transitioned from laboratory demonstrations to early commercial pilots and limited production. Multiple platforms operate in structured industrial and logistics settings, with initial consumer/home trials emerging. Key players include Tesla (Optimus Gen 2 in internal use; Gen 3/V3 production ramp targeted for late… 

EZB warnt Banken vor neuen KI- und Quantenrisiken – DCQL baut quantensicheren Knoten in Frankfurt auf

Frankfurt am Main – Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Banken in Europa vor einer neuen Dimension von Cyberrisiken gewarnt. Künstliche Intelligenz eröffne Angreifern neue Möglichkeiten – von automatisierter Schwachstellensuche bis hin zu großangelegten Kampagnen gegen kritische Finanzinfrastrukturen. Gleichzeitig gewinne der Fortschritt bei Quantencomputern strategische Bedeutung für die Cybersicherheit. Die Bankenaufsicht fordert die Institute auf, unverzüglich und proaktiv Maßnahmen zu ergreifen. Neben KI-Risiken werde die EZB die Auswirkungen leistungsfähiger Quantencomputer auf bestehende Verschlüsselungsverfahren in einem weiteren Schreiben gesondert thematisieren. Der Übergang zu Post-Quantum Cryptography (PQC) erfordere nachhaltige Investitionen und müsse jetzt beginnen. Die Initiative Diplomatic Council Quantum Leap (DCQL) sieht in der EZB-Warnung eine Bestätigung ihrer Forderungen. Sie errichtet derzeit am Finanzplatz Frankfurt einen quantensicheren Kommunikationsknoten, den Banken, Versicherungen und Infrastrukturbetreiber nutzen können. Ziel ist es, sensible Daten bereits heute gegen künftige Quantenangriffe zu schützen. Besonders kritisch sei das „Harvest… 

AI in Europa: Strategien vorhanden, Umsetzung hinkt hinterher

Berlin – Viele europäische Unternehmen haben eine definierte KI-Strategie, scheitern jedoch bei der Umsetzung in die Praxis. Zu diesem Ergebnis kommt der AI Trends Report 2026 von OMMAX, ibexa und Make auf Basis einer Befragung von 250 Führungskräften in fünf Ländern. 58 Prozent der Unternehmen verfügen über eine vollständig definierte KI-Strategie. Lediglich 44 Prozent haben jedoch ein vollständig implementiertes KI-Betriebsmodell. Die Mehrheit der KI-Initiativen scheitert beim Übergang vom Pilot- in den Produktionsbetrieb (44 Prozent) oder bereits während des Piloten (35 Prozent). Zudem überschreiten 65 Prozent der Projekte ihr Budget. KI liefert bisher vor allem Effizienzgewinne (84 Prozent der Unternehmen berichten davon). Der Einfluss auf den Umsatz bleibt mit 75 Prozent deutlich dahinter. Als größte Hindernisse für eine erfolgreiche Skalierung nennen die Befragten Integrationskomplexität (40 Prozent) und mangelnde Datenqualität (28 Prozent). Die Governance für KI ist in den meisten Unternehmen etabliert,… 

GI fordert Strategie für KI-basiertes Software-Engineering

Berlin – Die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) hat einen Policy Brief zum KI-basierten Software-Engineering veröffentlicht. Darin warnt sie vor Abhängigkeiten von außereuropäischen Plattformen und technischen Risiken, sieht aber zugleich enorme Chancen für Produktivitätssteigerungen. Software bildet die Grundlage für wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und Innovation in nahezu allen deutschen Leitindustrien. Der Einsatz von generativer und agentischer KI, einschließlich sogenanntem Vibe Coding, verspricht eine deutliche Beschleunigung und Vereinfachung der Softwareentwicklung – auch für Nicht-Informatiker. Gleichzeitig entstehen neue Herausforderungen. Über 80 Prozent der deutschen Unternehmen fühlen sich von außereuropäischen Software- und KI-Plattformen abhängig. Dies birgt Risiken für IT-Sicherheit und wirtschaftliche Souveränität. Zudem können KI-generierter Code strukturelle Fehler, Sicherheitslücken und ungeklärte Urheberrechtsfragen mit sich bringen. KI verändert grundlegend, wie Software entwickelt, geprüft und betrieben wird. Der Schwerpunkt verschiebt sich von routinemäßigen Programmiertätigkeiten hin zu komplexen Aufgaben wie Architektur und systematischen Prüfverfahren. Die GI empfiehlt daher…