BZÄK warnt vor Absenkung von Qualitätsstandards bei Anerkennung ausländischer Zahnärzte
Berlin – Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) hat auf ihrem 21. Europatag die geplante Reform der EU-Berufsanerkennungsrichtlinie diskutiert. Unter dem Titel „Anerkennung ohne Grenzen? Fachkräftesicherung zwischen Binnenmarkt und Patientenschutz“ wurde die Frage erörtert, wie die Anerkennung von Abschlüssen aus Drittstaaten mit hohen Anforderungen an den Patientenschutz vereinbar ist. Angesichts des europaweiten Fachkräftemangels im Gesundheitswesen begrüßt die BZÄK die Pläne der EU-Kommission, die Anerkennungsverfahren digitaler, transparenter und effizienter zu gestalten. Deutschland und Europa seien auf qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen. Schnellere Verfahren dürften jedoch nicht zu einer Absenkung der Qualitäts- und Sicherheitsstandards führen. Für Diplome aus Drittstaaten bleibe eine sorgfältige Prüfung der Unterlagen und der fachlichen Kenntnisse unverzichtbar. Die Kenntnisprüfung diene dem Patientenschutz und stelle sicher, dass alle approbierten Zahnärztinnen und Zahnärzte dieselben hohen fachlichen Standards erfüllen – unabhängig vom Ausbildungsort. Die BZÄK sieht in der angekündigten Revision der EU-Berufsanerkennungsrichtlinie ein zentrales…



