KI eröffnet neue Wege zur früheren Erkennung von Fibrose bei Morbus Crohn
Birmingham/Dubai – Darmfibrose bei Morbus Crohn ist keine eigenständige Spätphase, sondern eng mit anhaltender Entzündung, Schädigung der Darmschleimhaut und Veränderungen der Darmflora verbunden. Das zeigt eine Studie der University of Birmingham Dubai und Partnerinstitutionen, die in Frontiers in Artificial Intelligence veröffentlicht wurde (DOI: 10.3389/frai.2026.1881820). Die Forschenden analysierten 448 Transkriptom-Proben aus Darmgewebe und 80 Mikrobiom-Proben von Gesunden sowie Patienten mit Morbus Crohn und fibrotichem Verlauf. Mithilfe von Machine Learning identifizierten sie 43 Schlüsselgene, die sich in drei biologische Muster gruppieren lassen: anhaltende Immunaktivierung, Verlust normaler Darmfunktionen und fortgesetzter Gewebestress mit geschwächter Barriere. Im Mikrobiom fanden sich eine Abnahme nützlicher, kurzkettige Fettsäuren produzierender Bakterien (unter anderem Faecalibacterium, Anaerostipes, Coprococcus und Ruminococcus) sowie ein Anstieg potenziell schädlicher Arten wie Bilophila und Bacteroides. Generative KI erzeugte realistische synthetische Genexpressionsdaten und verbesserte damit die Leistungsfähigkeit der Modelle. Bekannte fibrose-relevante Gene wie IL-23R, TNF-? und TGF-?…


