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Wichtige Termine der Woche in der Labormedizin: KI im Labor und Start der Global MedLab Week

In der Woche vom 15. bis 21. April 2026 stehen in der Labormedizin zwei zentrale digitale und internationale Veranstaltungen im Mittelpunkt. Experten diskutieren regulatorische Herausforderungen durch Künstliche Intelligenz und feiern die globale Rolle der Labordiagnostik. Am 15. und 16. April 2026 findet online das DELAB-Fachforum „KI im Labor Spezial – EU AI-Act kompakt und praxisnah“ statt. Der Workshop richtet sich an Laborverantwortliche und beleuchtet die praktische Umsetzung des neuen EU-KI-Gesetzes im Laboralltag, insbesondere Risikoklassifizierung, Compliance und Auswirkungen auf diagnostische Prozesse. Am 20. April 2026 beginnt die IFCC Global MedLab Week 2026, die bis zum 26. April andauert. Unter dem Motto „A Day at the Lab“ würdigt die Internationale Federation of Clinical Chemistry and Laboratory Medicine weltweit die Arbeit der Labormediziner. Patienten, Fachkräfte und Öffentlichkeit sind aufgerufen, Einblicke in den Laboralltag zu teilen – mit Fotos, Podcasts oder Videos. Zudem findet… 

Backhaus foltert Buckelwal Timmy weiter

KOMMENTAR. Till Backhaus, SPD-Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, hat sich in den letzten 14 Tagen endgültig als einer der zynischsten und verantwortungslosesten Politiker Deutschlands entlarvt. Während der Buckelwal Timmy bei lebendigem Leib in der Wismarer Bucht verreckt, steht Backhaus für eine Politik, die Tierschutz zur reinen Farce macht und institutionelle Interessen über jedes ethische und gesetzliche Gebot stellt. Backhaus hat nicht nur tatenlos zugesehen. Er hat persönlich entschieden: keine Rettung mehr, keine Euthanasie, nur „in Ruhe sterben lassen“. Damit hat er Timmy bewusst und vorsätzlich einer tagelangen Qual ausgeliefert – Kompressionsatelektase der Lunge, Drucknekrosen, Hyperthermie, Hautdesikkation und sekundäre Infektionen bei vollem Bewusstsein. Die am 8. April 2026 eingereichte Strafanzeige gegen ihn wirft ihm daher zu Recht Tierquälerei durch Unterlassen vor (§ 17 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. b) TierSchG i. V. m. § 13 StGB). Dies ist kein Ausrutscher. Backhaus hat bereits… 

Deutsches Uni-Know-how für US-Konzerne: Der Fall Gilead und LMU

Am 7. April 2026 kündigte der US-Pharmakonzern Gilead Sciences die Übernahme des Münchner Biotech-Unternehmens Tubulis GmbH an – für bis zu 5 Milliarden US-Dollar (3,15 Milliarden upfront plus bis zu 1,85 Milliarden meilensteinabhängig). Tubulis, 2019 als Spin-off der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und des Leibniz-Instituts für Molekulare Pharmakologie (FMP) in Berlin gegründet, entwickelt neuartige Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADCs) gegen Krebs. Die LMU pries den Deal als „erfolgreichen Forschungstransfer“. München soll als ADC-Forschungshub bei Gilead erhalten bleiben. Auf den ersten Blick ein Erfolg: Steuerfinanzierte Grundlagenforschung aus LMU-Biocenter und FMP wird in ein klinisch fortgeschrittenes Unternehmen umgesetzt. Tubulis hatte zuvor massive Finanzierungsrunden eingesammelt, darunter eine Series C über 308 Millionen Euro (später auf 344 Millionen Euro erweitert) im Oktober 2025 – die größte für ein europäisches Biotech auf dieser Stufe. Investoren: US-Fonds wie Venrock Healthcare Capital Partners sowie deutsche und europäische Akteure wie High-Tech Gründerfonds… 

Deltamethrin – Synthetisches Pyrethroid mit starker Nervengiftwirkung

Berlin (labnews.ai) – Deltamethrin ist ein hochpotenter synthetischer Insektizid-Wirkstoff aus der Gruppe der Pyrethroide. Es handelt sich um ein Typ-II-Pyrethroid mit Cyano-Gruppe, das seit Jahrzehnten weltweit im Pflanzenschutz, in der Vektorkontrolle und in der Veterinärmedizin eingesetzt wird. In Deutschland sind Präparate wie Decis Forte und GAT DECLINE 2.5 EC zugelassen, die Deltamethrin enthalten und vor allem im Raps- und Zuckerrübenanbau gegen Schadinsekten zum Einsatz kommen. Der Wirkstoff greift gezielt in das Nervensystem von Insekten und Spinnentieren ein. Er bindet an spannungsabhängige Natriumkanäle der Nervenzellen und verlängert deren Öffnungsphase. Dadurch kommt es zu einer Dauererregung, Lähmung und schließlich zum Tod der Schädlinge. Diese Wirkungsweise macht Deltamethrin extrem wirksam bereits in niedrigen Dosierungen. Gleichzeitig ist der Stoff hochtoxisch für Nicht-Zielorganismen: Er stellt eine erhebliche Gefahr für Bienen, andere Bestäuberinsekten sowie für aquatische Lebewesen wie Fische und Wasserinsekten dar. Auch Bodenorganismen können beeinträchtigt… 

Clarity Pharmaceuticals sichert US-Produktion für Prostata-Krebs-Diagnostikum

Sydney (labnews.ai) – Das australische Radiopharmaka-Unternehmen Clarity Pharmaceuticals hat einen kommerziellen Herstellungsvertrag für seinen diagnostischen PSMA-Tracer 64Cu-SAR-bisPSMA mit dem US-amerikanischen Auftragshersteller Nucleus RadioPharma abgeschlossen. Der Vertrag ist zum 14. April 2026 in Kraft getreten und soll die großtechnische Produktion des Kupfer-64-basierten Bildgebungsstoffs für die kommende Markteinführung sichern. 64Cu-SAR-bisPSMA ist ein PET-Diagnostikum zur Darstellung von Prostatakrebs. Es befindet sich derzeit in den zulassungsrelevanten Phase-III-Studien AMPLIFY und CLARIFY. Der Vertrag mit Nucleus RadioPharma, einem auf zielgerichtete Radiotherapien spezialisierten CDMO, erweitert die bestehende Produktionskapazität von Clarity in den USA und soll eine zentrale, skalierbare Versorgung gewährleisten. Die Kündigungs- und Verlängerungsregelungen entsprechen branchenüblichen Standards. Clarity Pharmaceuticals positioniert sich mit dem Schritt als Vorreiter bei der Entwicklung von kupferbasierten Radiopharmaka. Das Unternehmen strebt nach erfolgreichem Abschluss der Phase-III-Studien und einer FDA-Zulassung die kommerzielle Verfügbarkeit von 64Cu-SAR-bisPSMA in den USA an. Der Tracer soll eine präzisere… 

FDA legt Entwurf für Sicherheitsstandards bei Genome-Editing in Gentherapien vor

Washington (labnews.ai) – Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat einen Entwurf für eine Leitlinie veröffentlicht, die standardisierte Sicherheitsbewertungen für Genome-Editing-Technologien in humanen Gentherapieprodukten festlegt. Die neue Empfehlung soll die Entwicklung und Zulassung sicherer und wirksamer Gentherapien beschleunigen. Der Entwurf mit dem Titel „Safety Assessment of Genome Editing in Human Gene Therapy Products Using Next-Generation Sequencing“ baut auf der bereits im Januar 2024 veröffentlichten Leitlinie zu Genome-Editing-Produkten auf. Er gibt konkrete Hinweise zum Einsatz von Next-Generation-Sequencing (NGS), um potenzielle Risiken wie Off-Target-Editing und Verlust der Genom-Integrität systematisch zu erfassen. Die Empfehlungen gelten sowohl für ex-vivo-Produkte, bei denen Zellen außerhalb des Körpers bearbeitet werden, als auch für in-vivo-Produkte, bei denen die Genbearbeitung direkt im Gewebe des Patienten erfolgt. Die Leitlinie richtet sich an Sponsoren, die nichtklinische Studien im Rahmen von IND-Anträgen oder Zulassungsanträgen (BLA) einreichen. Sie enthält Vorgaben zu Sequenzierstrategien, Probenauswahl, Analyseparametern und Berichterstattung.… 

Fokussierter Ultraschall erweitert nicht-invasive Behandlungsoptionen bei Parkinson

Berlin (labnews.ai) – Der fokussierte Ultraschall hat sich zu einer wichtigen nicht-invasiven Therapie bei der Parkinson-Krankheit entwickelt. Das Verfahren erzeugt unter MRT-Steuerung präzise Läsionen in definierten Hirnregionen und lindert motorische Symptome wie Tremor, Steifigkeit und Bewegungsverlangsamung, ohne Schnitte oder Implantate. Im Juli 2025 hat die US-Arzneimittelbehörde FDA die gestufte bilaterale Anwendung bei fortgeschrittener Parkinson-Erkrankung zugelassen. Das Verfahren nutzt hochintensiven fokussierten Ultraschall (MRgFUS), der über eine spezielle Helmkappe auf den Schädel gerichtet wird. Die Schallwellen werden so gebündelt, dass sie an einem exakt definierten Zielpunkt im Gehirn Wärme erzeugen und ein kleines Areal gezielt zerstören. Bei Parkinson wird vor allem der pallidothalamische Trakt (PTT) oder der Globus pallidus interna behandelt. Die MRT-Kontrolle ermöglicht eine Echtzeit-Überwachung und Anpassung während des Eingriffs. Der Patient bleibt bei Bewusstsein und kann sofort rückgemeldet werden. Bislang war die Behandlung nur einseitig möglich und betraf daher nur… 

Stammzell-Therapie gegen Parkinson: Phase-II-Studie mit iPSC-Zellen gestartet

Peking (LabNews.io) – Das chinesische Biotechnologieunternehmen XellSmart hat die multizentrische Phase-II-Zulassungsstudie für seine allogene, fertige iPSC-abgeleitete dopaminerge Neuralvorläuferzell-Therapie XS411 bei primärer Parkinson-Krankheit begonnen. Die Studie wird von der Beijing Tiantan Hospital der Capital Medical University als Nationalem Zentrum für neurologische Erkrankungen geleitet und gemeinsam mit der Peking Union Medical College Hospital sowie weiteren Spitzenkliniken durchgeführt. Die Phase I war 2025 mit der ersten Transplantation an der Tiantan Hospital gestartet worden. Positive Ergebnisse ermöglichten den schnellen Übergang in die Phase II innerhalb eines Jahres. Professor Feng Tao, leitender Prüfer der Tiantan Hospital, erklärte, die Phase-I-Studie habe Sicherheit, Verträglichkeit und erste Wirksamkeitssignale bestätigt. Die neue Phase II folgt einem prospektiven, randomisierten, standardbehandlungs-kontrollierten Design mit verblindeter Endpunktauswertung. Es sollen 30 Patienten im Alter von 50 bis 75 Jahren mit einer Erkrankungsdauer von fünf bis 15 Jahren aufgenommen werden. Die Randomisierung erfolgt im Verhältnis… 

Liquid Biopsy aus Liquor cerebrospinalis klärt unklare Fälle von Leptomeningealerkrankung

Chicago (labnews.ai) – Eine neue Studie des US-Unternehmens Belay Diagnostics zeigt, dass die Messung der Variant Allele Frequency (VAF) von Tumor-DNA im Liquor cerebrospinalis (CSF) mit einer Liquid-Biopsy-Methode unklare Diagnosen der Leptomeningeal Disease (LMD) unterstützen kann. Die peer-reviewed Untersuchung wurde in der Fachzeitschrift Diagnostics veröffentlicht. Leptomeningealerkrankung gilt in der Neuro-Onkologie als besonders schwierig zu diagnostizieren. Bei 20 bis 30 Prozent der bestätigten Fälle bleibt das MRT unauffällig oder nicht aussagekräftig, und die herkömmliche Liquorzytologie übersieht anfangs etwa jeden dritten Patienten. Die Studie analysierte 118 Liquorproben von Patienten mit Verdacht auf metastatischen ZNS-Tumor aus Brust-, Lungen- und anderen Primärtumoren. Mit dem Summit-Assay von Belay Diagnostics wurden in allen Proben klinisch relevante Varianten in 22 von 32 untersuchten Genen nachgewiesen, darunter TP53, EGFR, KRAS und PIK3CA. Ein VAF-Wert von über fünf Prozent erwies sich als potenziell aussagekräftiger Marker für LMD. Bei 69… 

Warken stellt Gesundheitsreform vor – Migrationskosten im Gesundheitswesen nicht thematisiert

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat am Dienstag ihre Pläne für Einsparungen im Gesundheitswesen vorgestellt. Das Reformpaket zielt darauf ab, die erwartete Finanzlücke der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) von rund 15 Milliarden Euro im Jahr 2027 zu schließen. Warken kündigte unter anderem höhere Zuzahlungen für Medikamente und weitere Leistungen an. Auf zusätzliche Belastungen durch die Gesundheitsversorgung von Geflüchteten einschließlich der aus der Ukraine ging die Ministerin nicht ein. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts beliefen sich die Bruttoausgaben der Länder und Kommunen für Leistungen bei Krankheit, Schwangerschaft und Geburt nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (§ 4 AsylbLG) im Jahr 2024 auf einen Teil der gesamten Asylbewerberleistungen von 6,7 Milliarden Euro brutto (Nettoausgaben 6,4 Milliarden Euro). Vergleichbare Gesundheitsausgaben nach § 4 AsylbLG sind in den Vorjahren in ähnlicher Größenordnung angefallen. Diese Kosten werden primär von den Ländern und Kommunen getragen; der Bund leistet pauschale Entlastungen im…